Sonntag, 18. September 2016

Vom Spätsommer in den Herbst

Die Temperaturen und die Blätter beginnen zu fallen, man merkt endgültig, jetzt ist der Herbst da. Der Sommer ist und wird immer meine liebste Jahreszeit bleiben, aber mittlerweile freue ich auch schon auf den Herbst. Ich denke an noch warme Sonnenstrahlen in den buntgefärbten Blättern, Spaziergänge im Wald, bei denen ich wieder Gummistiefel und wattierte Jacken ausführen kann, und heuer muss ich Michael endlich überreden ein Erdäpfelfeuer auszuprobieren. Er meint, das habe etwas mit Glut und Feuer zu tun, und nachdem die Glut erst nach dem Feuer komme, funktioniere das nicht so, wie ich mir das als "Stadtkind" - als wäre ich jemals ein "Stadtkind" gewesen - vorstelle. Das soll mir der ehemalige Pfadfinder erst einmal beweisen, ich glaube, er bekommt alles hin, auch Erdäpfelfeuer.
 
Bevor ich den Herbst allerdings mit voller Überzeugung willkommen heiße, habe ich den letzten Paradeiser aus dem Garten noch den verdienten Ruhm zukommen lassen. Sie durften mich mit ihrer spätsommerlichen Süße in Form einer Paradeiser-Quiche, gemeinsam mit Schalotten, Knoblauch, geriebenem Comté-Käse, Sauerrahm, Ei und Mozzarella, verwöhnen.
 


 
Die letzten Spätsommerblumen, die ich am Markt erstanden habe, möchte ich mir noch ein wenig erhalten und versuche, sie zu trocknen. Sollte das Trocknen nicht funktionieren - aber als ländlich aufgewachsene Weinviertlerin bin ich auch hier äußerst zuversichtlich - waren sie nach ihrem Leben in der Emailkanne zumindest noch ein paar Tage länger schön anzusehen und das wohlgehütete Augarten-Porzellan, das meine Großmutter zur Hochzeit geschenkt bekommen hat, kam wieder einmal zum Einsatz.


 

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