Sonntag, 4. September 2016

Internationales Spätsommergrillen


Letzten Sommer haben wir zum ersten Mal mit meinen früheren Arbeitskollegen, mittlerweile sind wir alle in anderen Bereichen und, ohnehin viel besser, zu Freunden geworden, bei uns gegrillt. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie heiß es letztes Jahr war, ich glaube es war Anfang Juli und man war sich nicht ganz sicher, ob die Luft um den Griller wirklich noch sehr viel heißer war als irgendwo anders. Kurz vor dem Kuchen kam ein Sommergewitter nieder und wir mussten nach drinnen ausweichen.
 
Heuer haben wir es im Hochsommer nicht geschafft, uns zu treffen, weil sich unsere Urlaubszeiten abgewechselt haben - aus dem Hitzegrillen wurde ein Spätsommergrillen, und gut war es! Das Wetter war geradezu perfekt, herrlich warm, ohne zu schwül zu sein und keine Gefahr eines Sommergewitters! Am Vortag war ich noch mit meiner Freundin Bora, einer geborene Albanerin, und ihrem Mann Ali, einem Iraner, der sich mit Fleisch auskennt, am Hannovermarkt im 20. Bezirk und wir haben Lammfaschiertes, Lammkarrees, ganze Hühner und herrliches Gemüse gekauft.




 
Meine liebe Freundin Any, eine in Syrien aufgewachsene Armenierin, brachte die Vorspeisen, herrliche Mezes - Baba Ghanoush und Käse-Burek, von denen ich nicht genug bekommen kann, mit arabischem Brot. Rosi, mit der ich mir einige Jahre ein Zimmer geteilt habe und trotzdem mag sie mich, glaube ich, immer noch und auch ich sie sehr, war für die Salate zuständig, großartige Tomaten und ein köstlicher gemischter Salat. Beim gemischten Salat sind wir uns sehr einig - keine rohen Paprika oder Gurken, keine rohen Zwiebelringe - sicher auch deshalb verstehen wir uns gut! Bora, hat in unserer Küche noch schnell wundervollen Reis aus dem Topf gezaubert, Ali die Lammkebabspieße  frisch zubereitet. Einfach köstlich so ein internationales Grillen mit sovielen Ländern am Tisch - Albanien, Armenien, Iran, Serbien, Syrien und das kleine Österreich!

 
 


 
Michael war für das butterweiche Huhn, das knackige und sehr geschmackvolle Gemüse und die mit vielen Kräutern marinierten Lammkarees zuständig. Wir haben geschlemmt, bis wir wirklich nicht mehr konnten, für das bisschen Huhn, dass sich noch auf den Knochen befand, meldete sich der auch sehr entspannte Kater Finn gerne, seine Freundin, Nachbarskatze Coco, inspizierte gleich den Grill von oben. Unsere Mägen wurden dann noch ein wenig mit Raki, Pastis und Doktor Nuss-Schnaps besänftigt.
 
 





Obwohl wir soviel gegessen haben, ein Stück von meinem immer gern servierter Orangen-Honigkuchen mit Pistazien, den es auch letztes Jahr gab, geht immer!


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