Sonntag, 7. August 2016

Impressionen aus dem Piemont





  


 
 

 

Unzählige kleine Dörfer auf Hügeln, noble Weingüter, vor allem um den Ort Barolo, wo der gleichnamige exklusive Wein aus der Nebbiolo-Traube gekeltert wird, Enotheken und kleinere "Cantinas" an allen Ecken, Weinberge so weit das Auge reicht und erstaunlicherweise viele rote Backsteinhäuser, die ich sonst eher aus anderen Ländern, wie etwa Belgien oder den Niederlanden, kenne - das ist das Piemont. Die beste Aussicht auf die malerische Landschaft hat man vom Stadtturm in Barbaresco, nach der auch von dort kommende Wein, ebenfalls von der Nebbiolotraube, benannt ist. Den besten Überblick über die Geschichte und Entwicklung des Weins bekommt man im Weinmuseum im Castello von Barolo, wo es passend dazu auch gleich ein Korkenziehermuseum gibt. Guten Rotwein, für den das Piemont ja bekannt ist, aber auch Weißwein, und herrliche Pasta, vor allem jene mit ragù di salsicca, der italienischen Rohwurst, die knusprig gebraten wie eine schmackhaftere Bolognese anmutet, gibt es hier überall. 

Wir sind im Agriturismo "Il Tiglio" in Guarene d'Alba bei Bruno abgestiegen, den schon meine Schwiegereltern seit vielen Jahren besuchen und immer wieder von seinem Barbera d'Alba, der zweiten bekannten Rebsorte des Gebiets, begeistert sind. Auch wir haben schon im rustikalen Ambiente von Brunos altem Familienanwesen aus dem Jahr 1642, im Backsteingewölbe mit alten Holzbalken, ein paar Gläschen verkostet, sind seinen exzellenten Empfehlungen für gute Restaurants in der Umgebung gefolgt und wurden nie enttäuscht. Jeden Abend wird geschlemmt und regionaler Wein verkostet und wir werden sicher auch mit einigen Kisten des guten Barberas nach Hause fahren. 
 

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