Dienstag, 12. Juli 2016

Pracht in rosa und weiß - blühende Mohnfelder im Waldviertel






Zuerst muss ich gestehen, dass ich erstens die Farbe rot und zweitens Mohn als Lebensmittel nicht besonders mag, abgesehen von Mohnstriezerln. Meine Großmutter allerdings mag beides gerne uns so fuhren wir letztes Wochenende ins Mohndorf Armschlag im Waldviertel, wo ich in jeder Hinsicht eines Besseren belehrt wurde. Erstens, die Mohnfelder rund um Armschlag sind nicht plump mohnrot, wie man etwa denken würde, nein, sie sind eine wundervolle Mischung aus einer herrlichen weißen Blüte, kombiniert mit abwechselnd einem sehr zartem und einem perfekten, kräftigem Rosaton. Zweitens, Mohn muss nicht immer in Form der mir viel zu fetten Mohnzelten daherkommen, sondern kann auch ganz großartig schmecken. Demnächst möchte ich pikante Rezepte mit Mohn ausprobieren, so wie etwa Schafkäse mit Mohnpesto, Welsfilet mit Graumohnkruste oder Hühnerschnitzel in einem Mantel aus Mohn, eine kleine Abwandlung des klassischen Schnitzels des Armschlager Mohnwirts und meiner sonst favorisierten Variante mit Mandelsplittern.
 
Auch das Waldviertler Klima hat mich von meiner bisher festgefahrenen Meinung, nämlich jener, dass es im Sommer nicht zu heiß sein kann, abgebracht. Die von sich aus leuchtenden Mohnfelder sind bei angenehmen vierundzwanzig Grad sicher besser zu genießen als bei gleißender Sonne, die herunterbrennt. Auch jetzt, als ich diesen Post schreibe, habe ich alle Fenster und Türen aufgerissen, um die kühle Luft hereinzulassen, die ein heftiges Sommergewitter nach einem unsagbar schwülen, drückendem Tag mit sich bringt. Man darf sich immer wieder von sich selbst überraschen lassen.

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