Donnerstag, 28. Juli 2016

Marktfreude










Ich liebe Märkte, vor allem in Frankreich. Sie sind einfach nicht mit unseren Märkten zu vergleichen. Man sieht die riesige Auswahl von frischem Fisch und Fleisch, Käse, dem vielseitigen und buntem Obst und Früchten, es läuft einem das Wasser im Mund zusammen und man möchte sofort kiloweise von diesen Schätzen nach Hause karren und damit kochen! Noch dazu gibt es auf den Märkten in Südfrankreich auch schon fertig gebratene Hühner, das knusprige und schmackhafte "Poulet roti" mit kräftigem Saft, schöne Leinentischwäsche und -bettüberdecken, die provenzalischen "Boutis", Salat- und Kochbesteck aus Olivenholz und manchmal sogar ein bisschen Trödel. Kein Wunder, dass ich da einfach nicht widerstehen kann.   
 
Auf dem Markt von Goult gab es frischen Lavendel, den ich trocknen werde, und Paradeiser, etwa sechs verschiedene Sorten. Daraus zauberte mein Mann einen Auflauf (es gab keine Quiche-Form und, wesentlich unbequemer, keinen richtigen Backofen in unserem Apartment, aber Michael trotzt allen Widrigkeiten ...) mit Merguez-Wurst und mit Ziegenkäse überbacken. Auf dem Ziegenkäse sieht man übrigens den wilden Thymian, den ich bei unserem Picknick im Wald gepflückt habe, so etwas gibt es bei uns daheim auch nicht, da muss man den Thymian schon anbauen! 

Am nächsten Tag gab es noch Carpaccio von gelben Paradeiser nur mit Olivenöl, Fleur de Sel und Kräutern der Provence mariniert, dazu Schinkenröllchen gefüllt mit einer Creme fraiche-Schnittlauch-Creme und zweierlei Käse. Beim Dessert habe ich versucht, den herrlichen weißen Pfirsichen vom Markt gerecht zu werden -sie wurden in gesalzener Butter, Zucker und Roséwein karamellisiert und mit Meringue, Eiweiß mit Zucker geschlagen, aufgespritzt und zur Vollendung gebacken, die man hier überall fertig in der Boulangerie bekommt, zu einem Auflauf vermisch. - Marktküche á la Provence. 

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