Montag, 25. Juli 2016

Je suis Nice - am Cours Saleya





Trotz, oder gerade wegen der schrecklichen Vorkommnisse am 14. Juli diesen Jahres, fiel mir wieder auf, wie wunderschön die Stadt Nizza, und vor allem die Vieille Ville, ist. Man spürt den Graben, den die traurigen Ereignisse in der Seele von Nizza hinterlassen hat, und trotzdem ist hier immer noch Platz für unbändige Lebensfreude, Farbe und Optimismus, wie ich von einem Marktstandbesitzer gestern bestätigt bekam, der zu einem Kunden sagte "La vie continue, life goes on". Ein kurzes Achselzucken dazu.

Ich habe neben etwas altbekanntem, nämlich der herrlichen Moules Frites, so touristisch es sein mag, sie am Cours Saleya zu essen, eine weitere Seite dieses Platzes entdeckt, den Brocante-Markt am Montag morgen. Der Cours Saleya und ein weiterer angrenzender Platz wird dann zu einem riesigen Flohmarkt voller Stände mit wunderbaren Altwaren, an denen man mindestens zweimal vorbeigehen muss, um alles zu sehen. Ich habe gefunden, was ich gesucht habe, und noch mehr. Silberbesteck, altes Leinen, Krämergläser, eine kleine Kupferpfanne und eine Wasserkaraffe zum Pastis für meinen Mann, sogar von der Marke, in der wir auch unsere Pastis-Stamperl haben, ging in meinen Korb. So stelle ich mir einen französischen Brocante-Markt vor! Auch die hier so beliebten Spargelteller gab es wieder, aber keine so schön, oder so günstig, wie ich sie im Dorotheum in Wien bekommen habe - da lacht das Sammlerherz.

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